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Strom nachhaltig selbst produzieren - (K)eine Vision?

Veröffentlicht am 25.09.2017

Kreisel Vortrag (c) TRIO Development

Strom umweltschonend und kostengünstig zu gewinnen und zu speichern ist ein zukunftsweisender Weg der Energieversorgung. Wir von TRIO beschäftigen uns schon lange mit dem Thema, das für uns in zweierlei Hinsicht interessant ist: Einerseits suchen wir nach nachhaltigen Heiz-Lösungen für unsere Immobilien, andererseits stellen uns die technologischen Erfordernisse des Ladens von Elektroautos im Mehrfamilien-Wohnbau vor neue Herausforderungen.

Einen interessanten und innovativen Weg geht hier das oberösterreichische Unternehmen Kreisel Electric, Weltmarktführer im Bereich batteriebasierter Stromspeichermedien. Bei der 3. Fleet Convention, Österreichs größtem unabhängigen Fuhrpark-Fachevent im Sommer in Wien, hat Markus Kreisel die neuesten Entwicklungen von Kreisel Electric präsentiert – TRIO Geschäftsführer Wolfgang Mairhofer war dabei.

Internationale Schlagzeilen machte die Firma Kreisel Electric aus Rainbach im Mühlkreis mit ihren hocheffizienten und leistungsstarken Batterien für Elektroautos. Dieses Know-How entwickelte sie nun weiter in Richtung Ladestationen für E-Cars sowie Strom-Speichermedien für Immobilien. Und zwar in einer Leistungsstärke, die auch für den mehrgeschossigen Wohnbau nutzbar ist.

Wie funktioniert das?

Tagsüber bei entsprechender Sonneneinstrahlung werden die Speicher – in Kombination mit einer Photovoltaikanlage – aufgeladen. Bei entsprechendem Bedarf gibt der Speicher die benötigte Energie ab. Soweit ist die Technik ja bekannt. Die Kreisel-Technologie geht allerdings einen Schritt darüber hinaus. Bisher war für derartige Speicher eine entsprechend leistungsstarke – und eben auch teure – Stromzuleitung erforderlich. Nun kommt man mit einem leistungsschwächeren und günstigeren Hausanschluss aus. Denn die über diesen Anschlusswert hinausgehende Leistung liefert der Speicher. Damit wird die Umwelt geschont und die Anschaffungskosten und Anschlussgebühren können niedrig gehalten werden, weil der Speicher zum Beispiel mit günstigerem Nachtstrom oder Strom aus der Photovoltaik-Anlage aufgeladen wird.

Ein Beispiel

Ein E-Auto braucht zum Beispiel in etwa 22 KWh. Werden in einer Wohnanlage drei E-Autos gleichzeitig geladen, wären das 66 kWh – eine viel zu hohe Belastung. Mit der neuen Technologie von Kreisel reichen 22 kWh, dazu kommt der Speicher und liefert den Rest.

Österreichische Hindernisse

Allerdings spießt sich der Mehrwert schaffende Einsatz dieses „grünen“ Stroms an der in Österreich vorherrschenden Judikatur. Aufgrund der Strommarktliberalisierung darf es keinen „Stromabnahmezwang“ geben, sondern jeder Mieter oder Eigentümer darf sich seinen Stromlieferanten selbst wählen. D.h., der gespeicherte Strom dürfte nur für die Allgemeinflächen benutzt werden. Zu diesem Thema laufen derzeit jedoch bereits Gespräche, um hier eine sinnvolle Lösung für die Energiespeicherung zu finden.

Wir sind unserer Vision vom nachhaltigen, selbst produzierten Strom also bereits sehr nahe, vorausgesetzt, die Politik schafft die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür!

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