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Erbe geregelt?

Veröffentlicht am 02.04.2020

Image by Gerd Altmann from Pixabay

Vermögensaufbau – und dazu zählen auch Investitionen in Immobilien – sollte mit Weitblick getätigt werden. Und zwar auch dahin, wie das Vermögen einmal aufgeteilt wird.

Wussten Sie jedoch, dass nur etwa ein Drittel der 60-69jährigen in Österreich ein Testament verfasst hat? Bei den 30-39jährigen sind es sogar nur 11%. Das sagt jedenfalls die Österreichische Notariatskammer. Dabei ist die Schaffung einer klaren Erbsituation zur Vermeidung teurer, langwieriger Erbstreitigkeiten sehr wichtig.

Unser Geschäftsführer Wolfgang Mairhofer war bei der Veranstaltung „Vermögensweitergabe“ der Wiener Fachakademie für Finanzdienstleister, die er im Rahmen seiner Weiterbildung als Gewerblicher Vermögensberater im März besuchte. Der Vortragende war sowohl Leiter der Abteilung Erbrecht bei einem großen österreichischen Bankinstitut als auch Psychotherapeut und Mediator. So kennt er auch die Schattenseiten nicht geregelter Erbschaften und konnte aus fundiertem Wissen und auch aus seiner Praxiserfahrung erzählen.

Die Conclusio für Herr Mairhofer war eindeutig:

  • Jeder sollte darauf achten, die Situation für sich und seine Familie zu Lebzeiten bestmöglich zu regeln, um einerseits seine Erben nicht in (den irgendwann einmal sehr komplex werdenden) Strudel der gesetzlichen Erbfolge abgleiten zu lassen, und aber auch andererseits seine eigene Situation geregelt zu haben, sollte der eigene Partner frühzeitig versterben.
  • Und ein ganz wichtiger Hinweis war, für den Zeitpunkt vorzusorgen, wenn ein Pflichtanteilsanspruch schlagend wird. Denn Pflichtteilsanspruch ist Anspruch auf Geld! Das bedeutet, dass das Erbe per Gesetz ausbezahlt werden muss, wenn die Erben nicht verzichten. In den meisten Fällen ist aber nicht ausreichend Geld vorhanden. Dann ist man gezwungen, Häuser, Wohnungen etc. zu verkaufen.

In Lockdown-Zeiten wie diesen hat der ein oder andere von uns vielleicht die Möglichkeit, sich zu Hause mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Und dann: auf zu Notar oder Rechtsanwalt!

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