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Cradle-to-cradle in der Immobilienbranche - geht das?

Veröffentlicht am 31.07.2019

Foto by Chris Barbalis

Das Cradle-to-cradle ("von der Wiege zur Wiege") Prinzip, bei dem es um die biologische oder technische Wiederverwertbarkeit der Materialien eines Produktes geht, haben wir ja schon vor ein paar Jahren besprochen. Seitdem hat sich viel getan, und C2C ist auch in der Bau- und Immobilienbranche angekommen. 

Zwar existiert bis jetzt noch keine vollständig kreislauffähige Immobilie, bei der die eingesetzten Rohstoffe entweder biologisch abbaubar oder nach ihrer Nutzung in sortenreine Ausgangsstoffe zerlegt und einem technischen Kreislauf zugeführt werden können, aber das scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Immer mehr Investoren, Bauherren, Architekten und Produkthersteller verschaffen sich einen Wettbewerbsvorteil für die Zukunft, indem sie C2C-fähige Produkte und Geschäftsmodelle entwickeln.

Von Fassaden, Fenstern, Trennwänden und Dämmstoffen bis hin zu Montagesystemen, Stühlen und Büroleuchten werden jetzt immer mehr Produkte C2C-zertifiziert.

Die Mehrwerte in der Immobilienbranche sind vielfältig:

  • Bauherren und Investoren profitieren von den langfristig reduzierten Rohstoff- und damit Baukosten. Wenn alle Rohstoffe recyclebar sind, werden sie beim Bau günstiger und können beim Rückbau ohne Sondermüllkosten entsorgt und sogar gegen einen Verkaufserlös "entsorgt" werden.
  • Die Bewohner leben in "gesunden" Immobilien, was sich auf die Wohnqualität, z.B. durch verbesserte Luftqualität, positiv auswirkt.

Wir glauben fest an die Bedeutung und Sinnhaftigkeit dieses Ansatzes und arbeiten kontinuierlich in diese Richtung hin. Bei unseren Projekten verwenden wir zum Beispiel immer so viele ökologisch unbedenklichen Materialien und Produkte wie möglich (und wirtschaftlich vertretbar).

Eines unserer Projekte, der Generationen-Campus Vorchdorf, wird in Holzbauweise errichtet - u.a. verwenden wir unbehandelte Konstruktionshölzer, eine Fassadenbekleidung aus unbehandeltem Holz, und recyclebare Isoliermaterialien.

Auch in Zukunft planen wir als Schwerpunkt derartige Projekte, hoffentlich mit immer mehr wiederverwertbaren Materialien.  

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