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Energiekontrolle - Ihren Ausweis bitte!

Veröffentlicht am 09.02.2017

Energieausweis (c) Alexander Raths

Wussten Sie, dass Sie, wenn sie ein Gebäude neu-, zu- oder umbauen oder eine größere Renovierung durchführen lassen, einen Energieausweis vorlegen müssen? Auch bei Vermietung oder Verpachtung herrscht Energie-Ausweispflicht. Wer in der Zeitung oder auf einer Online-Plattform ein Inserat zur Vermietung oder dem Verkauf des Gebäudes aufgibt, muss ebenfalls Energiekennzahlen angeben. Und in bestimmten Gebäuden (1) müssen die ersten beiden Seiten des Energieausweises sogar für alle gut sichtbar im Bereich des Haupteingangs ausgehängt sein.

Der Energieausweis zeigt in einem Farbsystem von grün bis rot, von A++ bis G, die unterschiedlichen Werte auf. Am wichtigsten sind der Heizwärmebedarf (HBSSK), der Primärenergiebedarf (PEBSK), die Kohlendioxidemissionen (CO2SK) und der Gesamtenergieeffiziensfaktor (fGEE).

Was auf den ersten Blick aussieht wie eine Schikane der Behörden, macht bei näherer Betrachtung durchaus Sinn: Denn der Energieausweis ist eine Art „Energie-Typenschein“ für ein Gebäude. Er gibt Auskunft über den Energiebedarf und die Energieeffizienz. So kann man die Gebäude diesbezüglich vergleichen, was wiederum den Wettbewerb fördert, Potenziale zum Energiesparen aufzeigt und Impulse für eine energetische Optimierung setzt. Besonders hilfreich kann der Energieausweis etwa sein, wenn man ein gebrauchtes Haus kauft, weil er Maßnahmen-Empfehlungen gibt, um das Gebäude energieeffizienter zu gestalten.

Aber Achtung - ein Vergleich kann auch irreführend sein: So mag zum Beispiel der Heizwärmebedarf in sanierten, unter Denkmalschutz stehenden Altbauten höher sein als in einem gut gedämmten Neubau, weil es nicht möglich ist, alle Bereich effizient zu dämmen. Das muss aber nicht zwingend bedeuten, dass hier Energie verschwendet wird: Denn die Energie, die zur Heizung herangezogen wird, kann ja auch aus sehr nachhaltiger Quelle – etwa mit Solarzellen – gewonnen werden.

Wir bei TRIO versuchen, bei jedem Objekt die richtige Balance zwischen Kosten und Nutzen der thermischen Sanierung zu treffen. Einerseits ist das Ziel, so nachhaltig und energieeffizient wie möglich zu bauen oder sanieren, andererseits muss der Aufwand für den Bauherren auch wirtschaftlich sinnvoll sein. Besonders bei älteren und denkmalgeschützten Objekten ist dies eine große Herausforderung.

Der Energieausweis gilt zehn Jahre und wird vom OÖ Energiesparverband ausgestellt – mehr Informationen dazu finden Sie auf der Website des OÖ Energiesparverbands.

(1)Mehr Info zum Download

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